Gesamtheit der studierenden Mitglieder einer Burschenschaft. Dazu zählen Füxe und Aktive, welche sich im Studium befinden, sowie Inaktive, die sich auf ihr Examen vorbereiten oder es gerade hinter sich haben.

Mitglieder einer Burschenschaft, welche im Berufsleben stehen oder auch schon im Ruhestand sind. Viele Aktivitäten außerhalb des regulären Aktivenlebens werden durch die Altherrenschaft unterstützt; sie ist entweder beratend, wenn einzig die studierenden Bundesbrüder betroffen sind, oder kooperativ leitend, wenn die gesamte Burschenschaft betroffen ist. Die Altherrenschaft ist ähnlich dem Aktivitas strukturiert.

Organisatorischer Zusammenschluss der Alten Herren.

bezeichnet Veranstaltungen, die in unserem Verbindungshaus stattfinden. Die Bezeichnung „auf dem Haus“ hat sich im Sprachgebrauch bei Verbindungen gegenüber „im Haus“ eingebürgert.

Jedes Mitglied in einer Burschenschaft ist dem anderen Mitglied ein Bundesbruder. Dabei wird unterschieden zwischen Füxen, Aktiven, Inaktiven und Alten Herren.

Vollmitglied der Aktivitas, welches erfolgreich die Prüfungen in der Probezeit als Fux bestanden hat. Der Begriff Bursch bzw. Bursche entwickelte sich im 17. Jahrhundert aus der „Burse“ (lat. bursa / [Geld-]Beutel), was später mit der Bedeutung einer finanziell voneinander abhängigen studentischen Wohn- und Arbeitsgemeinschaft gleichgesetzt wurde.

Es handelt sich um eine alte überlieferte Form von Studentenverbindungen mit politischem Selbstverständnis. Die Burschenschaften entwickelten sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon als Studentenbewegung, welche für die Demokratisierung und Abschaffung der deutschen Kleinstaaterei einstand.

Burschenschaften finden sich heute an Hochschulorten in Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Chile, der Republik Österreich, Polen und in der Schweiz.

Unser politisches Wirken zeigt sich im Engagement in hochschulpolitischen Gremien, der Förderung von Politikinteresse unserer Mitglieder und in der Gesellschaft, sowie der Mitarbeit unserer Mitglieder in verschiedenen Parteien.

Es handelt sich um einen Vortragsabend mit anschließender Diskussionsrunde. Die Themenpalette ist vielfältig. Sie reicht von wissenschaftlichen und kulturellen Vorträgen über politische Fragestellungen bis hin zu faszinierenden Hobbys wie beispielsweise dem Hochgebirgswandern. Die anschließende Diskussion bietet Möglichkeit zur Klärung von Verständnisfragen und weiteren Ausführungen des Themas.

Diese Abkürzungen bezeichnen zusammen mit der Uhrzeit (in der Regel die ganze Stunde) den Beginn einer Veranstaltung. s.t. - sine tempore - bedeutet pünktlich zur angegebenen Zeit, während h c.t. - cum tempore - bedeutet, dass die Veranstaltung 15 Minuten später beginnt. Vorlesungen etwa beginnen meistens c.t.

Vorstandsämter in einer Studentenverbindung. Sie werden von den Chargierten wahrgenommen. Teilweise werden als Abkürzung die sogenannten Chargenzeichen x, xx und xxx (Kreuz, Doppelkreuz und Dreifachkreuz) verwendet. Normalerweise sind die Chargen: Sprecher (x), Schriftwart (xx) und Fechtwart (xxx), dies unterscheidet sich aber von Burschenschaft zu Burschenschaft.

Die Chargierten sind aktive Mitglieder der Burschenschaft, die Chargen bekleiden und repräsentieren die Burschenschaft auf Veranstaltungen als Leiter oder als Beisitz der Leitung auf Veranstaltungen anderer Verbindungen.

Gesamtheit der passiven Teilnehmer einer Veranstaltung. In der Entwicklung studentischer Feiern aus dem Hospitium (Mitte des 18. Jhd.), einem Besuch bei einem Studenten mit Bewirtung der Gäste und Leitung durch den Gastgeber, wurde die Unterscheidung zwischen der Corona (den Gästen) und dem Präsidium (Gastgeber) fortgeführt.

Das äußerliche Erkennungszeichen einer Burschenschaft. Sie werden in Form eines Brustbandes und einer Mütze getragen.

Fux

Die Fuxenzeit ist eine etwa zweisemestrige Probezeit. Der Fux und die Verbindung lernen sich in dieser Zeit kennen. Der Fux ist Mitglied der Aktivitas, hat jedoch noch nicht alle Rechte und Pflichten eines Aktiven. In der Fuxenzeit lernt der junge Bundesbruder (hochschul-)politische, geschichtliche, soziale und verbindungsspezifische Themen. Nach einer Prüfung in diesen Themen, auf die er in den Fuxenstunden vorbereitet wurde, wird der Fux als Vollmitglied in die Aktivitas aufgenommen. Der Fux trägt das Fuxenband, welches meist nur aus zwei der drei Farben einer Burschenschaft besteht.

Ein erfahrenes Mitglied der Burschenschaft, dem die Vermittlung von Werten, Zielen und Wissen über und um die Verbindung gegenüber den Füxen obliegt. Er ist Fürsprecher der jungen Bundesbrüder auf dem Konvent, Leiter der Fuxenstunden und der Fuxenprüfung.

Die Kneipe ist eine traditionelle Art von studentischer Feier. In ihrer modernen Form findet die Kneipe häufig im Festsaal (Kneipsaal) eines Verbindungshauses statt. Die Kneipe folgt bestimmten Regeln (dem Kneip-Comment), über deren Einhaltung das Präsidium wacht.

In strukturiertem Ablauf durch Leitung des Präsidiums wechseln sich Gesang, das Halten von Reden und freie Phasen (Colloquii), die zum persönlichem Gespräch der Corona dienen, ab. Nach dem offiziellen Teil folgt der Inoffiz, in welchem die Regeln gelockert werden, das Präsidium „ausgetauscht“ werden kann und diverse studentische Traditionen, wie beispielsweise der Mitternachtsschrei, ausgeübt werden.

Der Kommers ist eine hochoffizielle Feier bei Studentenverbindungen und Vereinen. Es handelt sich um eine festliche und repräsentative Form der Kneipe. Kommerse finden üblicherweise anlässlich von Stiftungsfesten oder Jubiläen statt. Im Gegensatz zur Kneipe gibt es keine Unterteilung in offiziellen und inoffiziellen Teil und der Kommers wird von einer feierlichen Form beherrscht. Der Vorstand trägt zu solchen Anlässen eine Art Tracht, den Chargenwichs.

Als Konkneipant wird ein Mitglied einer Burschenschaft bezeichnet, das aus verschiedenen Gründen nicht als Fux aufgenommen werden kann, etwa weil er sein Studium schon abgeschlossen hat oder weil derjenige gar nicht studiert. Mit diesem Status soll besonders interessierten oder verdienten Gästen die Möglichkeit gegeben werden, sich in unsere Gemeinschaft zu integrieren. Konkneipanten erhalten meist nur die Mütze.

Der Konvent ist die Mitgliederversammlung einer Burschenschaft, bei der alle Teilnahmeberechtigten volles und gleichberechtigtes Stimmrecht haben. Dieser basisdemokratische Entscheidungsgrundsatz wird auch als Konventsprinzip bezeichnet. Auf dem Konvent werden alle die Gemeinschaft betreffenden Belange erörtert. Er dient somit der Selbstverwaltung. Die Teilnahmeberechtigung hängt von der Art des Konvents ab. Wir unterscheiden Aktivenkonvent, Burschenkonvent, Altherrenkonvent, Bundeskonvent und Konvente der ÖB.

Mitgliedschaft und Freundschaft auf Lebenszeit.

Mensur

Traditioneller, streng reglementierter studentischer Fechtkampf. Sie wird mit sogenannten Korb- oder Glockenschlägern durchgeführt.

Das Training (das sogenannte Pauken) findet in einem eigens dafür vorbereiteten Raum statt: dem Paukkeller. Verletzungsgefahr besteht hierbei nicht, da die beiden Paukanten Schutzkleidung aus Leder und dickem Stoff tragen.

Aktive Teilnehmer (Leitung) von traditionellen Veranstaltungen. Das Präsidium erfüllt repräsentative Aufgaben. Es führt durch die Veranstaltung, erteilt Rednern das Wort und wacht über Anstand, Sitten und Gebräuche. In Studentenverbindungen bildet zu Beginn der Veranstaltungen üblicherweise der Vorstand (die Chargierten) das Präsidium. Je nach Ablauf einer Veranstaltung können sich die Präsiden zu fortgeschrittener Zeit auswechseln lassen.

Jährliche, mehrtägige Feier zur Erinnerung an die Gründung einer Burschenschaft. Zu Stiftungsfesten wird auch die Jahreshauptversammlung der Burschenschaft, der Bundeskonvent, durchgeführt.

Traditionelle Fechtwaffe von schlagenden Verbindungen. Für gewöhnlich wird westlich der Elbe mit dem Korbschläger gefochte, östlich davon mit dem Glockenschläger.

Eine Art Tracht, die charakteristisch für jede Verbindung ist und vom Präsidium nur zu besonderen Anlässen getragen wird. Der „Chargenwichs“ lehnt sich in der Regel stark an die Kleidung des Lützowschen Freikorps vom Anfang des 19. Jahrhunderts an: schwarze Husarenjacke, Pekesche genannt, Barett mit Feder und Kokarde, Reithosen und Stulpenstiefel, dazu den Schläger, der in diesem Fall eine stumpfe Klinge eingezogen hat. Die Schärpen, die früher die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Zug oder den Rang eines Soldaten anzeigte, sind heute in den Farben der jeweiligen Burschenschaft gehalten.

Schriftzeichen zur Erkennung einer Studentenverbindung. Er ist eine Ligatur der Anfangsbuchstaben des Verbindungsnamens und/oder eines Leitspruchs.

Im verbindungsstudentischen Umfeld wird der Zirkel hinter die Unterschrift gesetzt, um die Zugehörigkeit zu einer Burschenschaft zu zeigen.